Die Gefahr chemischer Haarfärbung

coloration chimique oxydative danger

Immer mehr Verbraucher legen Wert auf die Gesundheit ihrer Haare und ihrer Haut, doch dennoch bleibt chemische Haarfärbung eine der am häufigsten verwendeten Techniken in der Friseurbranche. Was viele nicht wissen, ist, dass diese Färbemethoden erhebliche Risiken für sowohl den Kunden als auch den Friseur mit sich bringen. Chemische Farbstoffe enthalten nämlich eine Kombination aus aggressiven Inhaltsstoffen, die tief auf die Haarfaser und die Hautbarriere einwirken und kurz- wie langfristig ernsthafte Folgen haben können.

In diesem Artikel erklären wir, warum chemische Färbung gefährlich sein kann, welche Bestandteile Sie vermeiden sollten und welche gesünderen, sichereren und nachhaltigeren Alternativen es gibt.

Chemische Färbung ist gefährlich: Hautprobleme und Gesundheitsrisiken

Die chemische Färbung ist gefährlich. Sie gilt als einer der größten Verursacher von Hautproblemen innerhalb des Kosmetiksektors. Die negative Wirkung ist sogar größer als die von Haarstylingprodukten wie Gel und Haarspray sowie anderen reizenden Produkten.

Der Grund ist einfach: Chemische Farbstoffe dringen in die Hautschichten und in die Haarstruktur ein, wo sie eine aggressive chemische Reaktion verursachen.

Typische Beschwerden, die durch chemische Färbung entstehen, sind unter anderem:

  • Reizung der Kopfhaut
  • Ekzem oder Dermatitis
  • Juckreiz, Rötung oder brennendes Gefühl
  • empfindliche oder geschädigte Hautbarriere

Selbst wenn das Haar nur einmal alle fünf Wochen gefärbt wird, bleibt das Risiko für Allergien und Überempfindlichkeiten bestehen. Viele Menschen entwickeln außerdem erst nach Jahren eine Reaktion, wenn das Immunsystem die synthetischen Stoffe nicht mehr tolerieren kann.

Doch dies ist nicht die größte Gefahr. Chemische Haarfärbung enthält nämlich toxische Bestandteile, von denen einige als Mutagene der Stufe 3 klassifiziert sind. Das bedeutet, dass sie potenziell schädlich für die genetische Struktur von Zellen sind. Die Risiken können sich bei wiederholter Anwendung summieren, wodurch die gesundheitlichen Auswirkungen im Laufe der Zeit größer werden.

Welche schädlichen Bestandteile sind in chemischer Haarfärbung enthalten?

Die Liste der risikoreichen Inhaltsstoffe, die in chemischer Haarfärbung verwendet werden, ist sehr lang. Viele dieser Bestandteile sind Gegenstand wissenschaftlicher Forschung aufgrund ihrer potenziell toxischen, allergenen oder hormonellen Wirkungen.

Nachfolgend finden Sie einen Überblick über die problematischsten Stoffe:

1. Aromatische Amine wie PPD und PTD

Beispiele: Para-Phenylendiamin (PPD), Para- und Meta-Aminophenol, Para-Toluendiamin.

Diese Stoffe sind starke Allergene und verursachen häufig schwere Hautreaktionen. Sie können zudem durch die Haut aufgenommen werden und im Körper zirkulieren.

2. Metallsalze und Schwermetalle

Beispiele: Blei, Cadmium, Kupfer, Quecksilber, Eisen.

Diese Metalle lagern sich sowohl im Haar als auch im Körper ab. Sie können toxische Effekte hervorrufen, das Immunsystem beeinträchtigen und Allergien verstärken.

3. Giftige Konservierungsmittel

Beispiele: Parabene, Methylchloroisothiazolinon, BHT, Phenoxyethanol.

Diese Stoffe werden mit hormonellen Störungen, allergischen Reaktionen und möglicher Hautreizung in Verbindung gebracht.

4. Resorcinol und Methylresorcinol

Diese Bestandteile wirken zusammen mit Oxidationsmitteln, um die Farbe zu fixieren. Sie sind bekannt für ihre reizenden, hormonstörenden und potenziell toxischen Eigenschaften.

All diese Bestandteile können eine Gefahr für den Körper darstellen. Sie verschwinden nämlich nicht nach einer Haarwäsche. Stattdessen können sie durch die Haut aufgenommen, in den Haarfollikeln gespeichert und über den Blutkreislauf verteilt werden. Außerdem wird die schützende Barriere der Kopfhaut durch die Färbung beschädigt.

Darüber hinaus wird das Haar oft auch blondiert. Blondierung schädigt natürlich ebenfalls die Struktur des Haares. Sie macht das Haar heller, indem das Melanin aus dem Haar entfernt wird. Melanin ist das Pigment, das dem Haar seine Farbe verleiht. Dieser Prozess macht die Haarstruktur porös, schwach und brüchig. Das Ergebnis:

  • Verlust von Glanz
  • schnelleres Abbrechen der Spitzen
  • größere Anfälligkeit für Schäden
  • schnelleres Verblassen der Farbe

Chemische Färbung bedeutet also nicht nur Risiken für Haut und Gesundheit, sondern auch eine langfristige Schädigung der Haarfaser.

Ersetzen Sie die chemische Haarfärbung durch Pflanzenfärbung

Glücklicherweise gibt es eine sichere, wirksame und vollständig natürliche Alternative: Pflanzenfärbung. Diese Färbemethode verwendet ausschließlich gemahlene Blätter, Blumen, Rinden und Pflanzenpigmente ohne synthetische Zusatzstoffe. Es wird also keiner der genannten giftigen Stoffe hinzugefügt. Sie ist daher alles andere als schädlich.

Die Vorteile der Pflanzenfärbung:

  • enthält keine toxischen oder risikoreichen Inhaltsstoffe
  • respektiert die natürliche Struktur des Haares
  • umhüllt die Haarfaser, anstatt sie zu schädigen
  • pflegt das Haar intensiv während des Färbens
  • ist geeignet für empfindliche Kopfhaut und Allergien

Im Gegensatz zur chemischen Färbung dringt Pflanzenfärbung nicht in den Kern des Haares ein. Sie bildet eine schützende Schicht um die Haarfaser, wodurch das Haar stärker, glänzender und voller wird.

Wer sich für natürliche Pflanzenfärbung entscheidet, entscheidet sich für die Gesundheit von Haar und Haut und für einen umweltbewussten Ansatz.

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